Die Vielen tragisch? — Ihre Tragik besteht womöglich darin, dass sie heute ihre Weisheit zwar nirgends bewiesen, aber gänzlich alternativlos und aus einem vermeintlichen Selbstverständnis heraus als das Mass aller Dinge definiert haben. Nichts ist erhabener als die breite Masse, der Bürger, der Wähler, der Souverän1, nichts ist unangreifbarer (und nichts ist leichter zu missbrauchen). Ja, das ist tatsächlich tragisch.
1 wie man heute eben üblicherweise ganz offen in Singularitäten spricht, als wäre es ein untrennbares, monolithisches Etwas, ein Eines, es fällt gar niemandem mehr auf
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Dienstag, 30. Juni 2009
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