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Freitag, 24. Juli 2009
Gier und Glück.
Gesetzt den Fall, dass tatsächlich die Gier die eigentliche Triebkraft unserer Zivilisation ist, der Motor, der alles bewegt - die Gier nach materiellem Reichtum und die Gier nach Macht - worin besteht eigentlich ihr Wesen? Und warum ist die Gier offensichtlich nicht zu tilgen, selbst bei immer höherer Produktivität und immer höherem gesellschaftlichen Einkommen? — Das Wesen der Gier besteht in einem tiefen Missverständnis der Synoymität von Bedarf und Befriedigung. Man kann etwa durch Enthaltsamkeit beide klein halten oder durch Masslosigkeit und Ausschweifung beide unermesslich werden lassen. Gier ist der Irrtum darüber, das Eine würde das Andere aufheben und kompensieren und so ein kleines Glück erzeugen. Als ob sich am Ende Glück produzieren liesse!
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