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Mittwoch, 21. Oktober 2009
Seriell.
Ich bin ein serieller Typ. Ich tue nicht gern Dinge parallel, sondern nacheinander. Dies hat nichts mit Flexibilität oder dem immer wieder durchs Feuilleton geisternden Geplapper über "Multitasking" zu tun, zu dem angeblich kein Mann fähig sei - es ist schlicht eine Frage der Qualität, mit der man Probleme löst. Ich behaupte, wer Vieles parallel macht, ich rede von Arbeiten, die man mit dem Kopf erledigt, durchdringt nur wenig davon mit der erforderlichen Tiefe und lässt sich selbst auch kaum die Musse, die eine vernünftige Idee von sich aus benötigt. Solche Parallelität ist fast ein Garant für ausbleibende Kreativität. Es bleibt schlicht kein Platz mehr für Ideen, deren Reifen, deren Entwicklung. Man erkennt es an den Resultaten und kann es mit einiger Erfahrung leicht herauslesen: Projekte, die von solcher Arbeitsweise geprägt sind, tragen unverwechselbare Kennzeichen. Sicher, man erledigt es halbwegs, so dass es immer gerade die momentanen Anforderungen erfüllt, oft ist dies auch gerade gut genug und ausdrücklich so gewünscht, oft aber eben nicht nachhaltig, nicht weitblickend, nicht sauber und nicht gut, und manchmal schon in wenigen Tagen nicht mehr ausreichend. Und was dann?
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2 Kommentar(e):
Dann hat man den Salat.
Ja, aber manch einer ernährt sich womöglich lieber karnivorisch ...
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