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Mittwoch, 18. November 2009
Sprachvakuum.
Ein Phänomen, das seit der Geburtsstunde multimedialer Betroffenheit, dem Tode Dianas, zunehmend festzustellen ist, ist, dass sich das Menschlein offensichtlich immer dann besonders viel und mit Inbrunst mitzuteilen versucht, wenn es besonders sprachlos ist. Es spricht dann also in etwas anderem als Sprache, in einem Sprachvakuum, oft ausgelöst und begünstigt durch kollektive Hysterie, je grösser umso mehr. Man kann ein Ohr dafür entwickeln. Nein, heute ist nichts mehr unmöglich, nichts peinlich, nichts banal genug, um nicht doch noch vor Kameras und Mikrofonen breitgeplappert, investigativ hinterfragt und weichgekaut zu werden. Alles ist ja menschlich, auch Emotionen, auch Selbstvergessenheit, auch Gelaber und - spätestens seitdem Freiheit vor allem Toleranz bedeutet - insbesondere auch Beliebigkeit.
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