Mittwoch, 16. Dezember 2009

Überall.

Man selbst überall Ausländer? — Das war so eine Feststellung, deren offenkundiger Richtigkeit und Konsequenz ich mich nicht entziehen kann. Mehr als früher jedenfalls und gleich noch vielfach: als Ostdeutscher, dort als Weggegangener, hier als Hinzugekommener, überall als Fremder, Einzelner, Atheist, Freigeist ... als Hyperboreer. Das eben heisst durchs Eis gehen, gehen überhaupt. — Ausländertum ist etwas für erklärte Kleingeister, für Leute, die Grenzzäune errichten und Mauern bauen, die Pässe ausgeben, kontrollieren und abstempeln, du gehörst zu uns (ob du willst oder nicht), du nicht (ob du willst oder nicht). Ausländer zu sein ist vor diesem Hintergrund nicht das Schlimmste.

0 Kommentar(e):

Kommentar veröffentlichen