Home » Zur Zeit » Scheinheilig.
Freitag, 23. Juli 2010
Scheinheilig.
Mit Verlaub, es gibt einen Zug im modernen Journalismus (und der öffentlichen Diskussion überhaupt), nämlich dort, wo er vorgibt, Nachrichten, Themen, Ideen zu besitzen, gar Standpunkte einzunehmen und Konsequenzen aufzuzeigen, der letztendlich nichts weiter darstellt als moderne Prostitution, nämlich wo er statt dessen lediglich jenes scheinheilig-falsche Lächeln, dieselbe Kühle, professionelle Teilnahmslosigkeit und Geschäftstüchtigkeit aufweist, ansonsten aber am üblichen Geplapper des allgemeinen Konsenses teilnimmt, wo er Teil der industriellen Überfluss- und Müllproduktion ist. Jedes Medium ist heute mehr oder weniger davon betroffen, auch sog. renommierte, es gibt keins mehr, das frei davon wäre, das es sich leisten könnte, frei davon zu bleiben, es sei denn auf lokaler oder bestenfalls regionaler Ebene.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)


































0 Kommentar(e):
Kommentar veröffentlichen