Freitag, 24. September 2010

Hin und zurück.

Der Sommer weicht nach Süden. — Es gibt Tage, an denen man das prüfen kann. Fährt man beispielsweise Ende September über die Berninastrecke, so kann man durchaus in St.Moritz mit bereits schlotternden Knien während eines matschigen Schneegestöbers in den Zug steigen - oben am Lago Bianco und auf Alp Grüm wird es natürlich längst Frost haben - sich aber dann drüben in Poschiavo, wo die Bahn mitten auf der Strasse fährt, im T-Shirt auf die Piazza Communale setzen und bei noch immer kräftiger Sonne ein letztes sommerliches Gelato schlecken. Die Entfernung beträgt lediglich 43km, vom Winter in den Sommer. — Die Rückfahrt hat dann einen anderen Charakter ...

2 Kommentar(e):

Anhora hat gesagt…

Die schönste Winterfahrt war im Februar mit dem Zug über den Berninapass. Ein strahlend sonniger Tag war das und es lag so viel Schnee, wie ich es, glaube ich, noch nie gesehen hab. Werd ich nie vergessen!

T.M. hat gesagt…

Ich bin mal vorn mit einem Lokführer mitgefahren. Der sagte, es könne im Winter bis zu 4m Schnee haben. Dann müsse man das Gleis freilegen, woraus sich eine Art Canyon aus Schneewänden ergebe, die so hoch sind, wie der Zug selber. - Schätze allerdings, im Februar ist auch auf der Südseite kein Sommer mehr.

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