Gewiss, die voreilige Annahme, schriftlich eingelegter Widerspruch gegen intransparente behördliche Schnüffelei und dessen offizielle Bestätigung durch immerhin ein Bundesamt hätten fortan tatsächlich irgendeine ernstzunehmende Bedeutung, war blauäugig und naiv. Und ein dummes Bauchgefühl in solchen Angelegenheiten ist durchaus nicht etwas, weswegen man sich ein schlechtes Gewissen einreden müsste.
Eine Behörde ist, um es einmal so treffend wie möglich auszudrücken, ein kleines Paralleluniversum und als solches ganz wesentlich ein Innen, soll heissen: sie beschäftigt sich allein mit sich selbst, allein zu ihren eigenen Zwecken und nach ihren eigenen Regeln. Die Aussenwelt ist hingegen etwas weitgehend Unbekanntes, wahrscheinlich auch etwas Uninteressantes, dem man am besten mit Abstand begegnet. Drum können die meisten Behörden prinzipiell auch weder vernünftig zusammenarbeiten noch vernünftig kommunizieren. Sie müssen das gar nicht, das erwartet gar niemand. — Es hängt alles zusammen.
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Dienstag, 25. Januar 2011
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