Donnerstag, 24. März 2011

Grösse als Kriterium.

Je grösser eine Gruppe sei, umso attraktiver werde sie allein dadurch für ein Individuum, sich ihr anzuschliessen, las ich. Das stand da so, und auch, dass dies einleuchte. — Mir, ehrlich gesagt, nicht. Gerade die Grösse einer Gruppe und ihre vermeintlich daraus erwachsende, geheimnisvolle Gravitationskraft ist für mich in den letzten Jahren immer mehr zu einem ziemlich sicheren Kriterium für Suspektheit geworden, die nämlich mindestens proportional mitwächst.

3 Kommentar(e):

schreibschaukel hat gesagt…

Dazu kommt mir das "Kettenfangis" in den Sinn,das die meisten vielleicht noch aus ihrer Primarschulzeit kennen: Das Individuum versucht sich möglichst lange der immer grösser werdenden Fängergruppe zu entziehen um dann aber, einmal dazugehörend, ebenfalls Jagd auf die verbliebenen Einzelgänger zu machen.

T.M. hat gesagt…

Da konnte man also was fürs Leben lernen.

Revierflaneur hat gesagt…

Große Gruppen ziehen Individuen an, die Nestwärme suchen, ohne ihre (schützende) Anonymität aufgeben zu müssen. Kleine Gruppen hingegen werden von solchen bevorzugt, die im Gegenteil nach Aufmerksamkeit und persönlicher Wertschätzung verlangen. Noch flacher gesagt: Dem Herdentrieb folgen Herdentiere, Eliten hingegen rekrutieren sich aus wenigen Individualisten.

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