Dienstag, 22. März 2011

Hund, Kuh und Wurst.

Auf dem Schänzli sitzt der Hund,
Eine Wurst in seinem Mund.
Auf dem Dache sitzt die Kuh
Frisst die Wurst und raucht dazu.
(Friedrich Nietzsche, Nachlass)
Ein kluger Schreiber tut gut daran, der Nachwelt so manche lapidare Knacknuss zu hinterlassen, einfach irgendwo auf einen Seitenrand gekritzelt, auf dass sich Generationen von philologisch klugtümelnden Nachkömmlingen an künftigen Universitäten daran die Zähne ausbeissen werden. Man sollte eigentlich Studenten darüber Klausuren schreiben lassen, und zwar junge.

3 Kommentar(e):

sonnenblumenbummsbluete hat gesagt…

Die wurstkauende Kuh auf dem Dach kann ich mir ja noch vorstellen - aber was bitte ist "tümeln"? Das würde ich gelegentlich ja gerne verwenden.

Anhora hat gesagt…

Junge Klausuren??

T.M. hat gesagt…

"tümeln", ein ungewöhnliches, aber durchaus existierendes Verb. Man kennt vielleicht sein Rudiment "-tum" an bestimmten Substantiven oder Adjektiven, z.B. "Deutschtum" oder "volkstümlich". Die Bedeutung liegt heute eher im "nur so tun" und zwar demonstrativ und nach aussen, anstatt von "tatsächlich so sein", im Innern. Gerade bei sog. "volkstümlicher Musik" wird die Unterscheidung zu echter "Volksmusik" von den Proponenten durchaus mit einigem Ernst verwendet und niemals verwechselt. Achten Sie mal drauf.

Junge Studenten natürlich, solche, die noch mit Elan studieren. Ich weiss doch, wie's ist. Ich war ja selber mal einer.

P.S.: Eine rauchende Kuh wäre mal was.

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