seit Jahren beobachte ich unfreiwillig ein Phänomen, das viele Fragen aufwirft, und zwar vornehmlich in den öffentlich-rechtlichen deutschen Programmen, jenen mit ihrem vielseitigen Spektrum an Aufträgen und Auflagen: tendenziell vorteilhaftes Geschichtsdesign.
Nicht, dass mir nicht klar wäre, was Fernsehen ist und was ich zu erwarten hätte. Das Wort meint es durchaus ernst: es ist so ziemlich fern von allem. Dessen muss man sich bewusst sein, in jedem Augenblick und gerade bei historischen Themen, die man in letzter Zeit angeht. Es geht mir auch nicht um mich, ich kann schon damit umgehen, es geht mir um obiges Spektrum an Aufträgen, insbesondere um den Bildungsauftrag, den öffentlich-rechtliches Fernsehen hat.
Ich weiss gar nicht genau, wann es anfing. Schindlers Liste vielleicht (1993), Bundesverdienstorden mit Stern. Ich glaube, dieser Film und insbesondere dessen internationaler Erfolg hat in vielen deutschen Medienköpfen die Vorstellung massgeblich mit hervorgerufen, da sei doch noch mehr Potential, man müsse nur ordentlich suchen, es muss doch einfach noch mehr gegeben haben.
Was folgte, war allerdings eine auffällige Kette an Peinlichkeiten: Stalingrad (1993), Der Untergang (2004), Dresden (2006), Die Flucht und Die Gustloff (beide 2007), um nur einmal jene zu nennen, die vor Kriegsende handeln, und es folgen offenbar weitere. Ja, ich nenne auch den vielgelobten Untergang eine filmische Peinlichkeit, nämlich wegen offenkundig einseitiger, verzerrender, verharmlosender Darstellung, alles Böse auf eine Handvoll bekannter und entmenschlichter Verbrecher in Uniformen projizierend. Der Tenor all dieser Produktionen ist: das Volk war eigentlich ganz anders, die Nazis waren eine kleine Clique, eigentlich hat das alles doch niemand gewollt, eigentlich war ein ganzes Volk doch Opfer und eigentlich waren "wir" doch gar nicht so schlimm. Und insbesondere in Dresden und Die Gustloff auch: die anderen haben uns das Leid gebracht! Mag sein, liebe Fernseh- und Filmemacher. Und dem über Jahrzehnte mit Musikantenstadl und Wetten dass? sturmreif geschossenen Fernsehpublikum ist anhand bewegter Bilder augenblicklich klar: das war damals so, und etwas anderes will und muss ich nicht wissen.
Aber es gehört eben zu den historischen Tatsachen, die auch durch Verschweigen oder jenes unsägliche Verkitschen nicht einfach verschwinden, dass das deutsche Volk in dieser Hinsicht eben durchaus zwei Aspekte hatte (und hat!) Ich will drum - und zwar der historischen Vollständigkeit halber - durchaus einmal das muntere Treiben einer SS-Kompanie im besetzten sowjetischen Hinterland in einer mehrteiligen ZDF-Eigenproduktion erleben dürfen, und zwar um 20:15. Das ist das deutsche Fernsehen seinen Zuschauern schuldig! Was ist so schwierig daran? Ja, Opa Fritz lebt noch, na und?
Es gab einmal - es ist lange her - ein paar deutsche Filme, die waren anders. Und man könnte, wenn man ein Kerl von Programmdirektor wäre, auch im ZDF noch einmal einen Film von
Mit den üblichen leeren Floskeln


































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