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Dienstag, 13. Dezember 2011
Von der Ordnung.
Unordnung ist schlicht der stabilere Zustand, und der einzige von Dauer. Ordnung hingegen erfordert Einsicht, Verständnis des verwendeten Ordnungsprinzips und nicht zuletzt Aufwand. Zwei Minuten nicht hingeschaut und schon zerfällt sie ganz von allein, wie man bereits als Kind bemerkt, wenn der feuchte Sand, aus dem man eine hübsche Burg aufgetürmt hatte, zu trocknen beginnt. In Kollektiven wird Ordnung nicht einmal dann beibehalten, wenn man sie umsonst bekommt, im Gegenteil, sie ist dann eine Last, eine zusätzliche, neben all den anderen. Lass dir das gesagt sein, Ordnungschaffender, der du gerade versuchst, irgendwo so etwas wie ein Konzept einzuführen ...
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4 Kommentar(e):
danke. danke. danke!
Oh, bitte.
Der größte, wertvollste Erkenntnisgewinn meines gesamten Gymnasialunterrichts besteht in der geduldigen Vermittlung der Prinzipien des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik: in einem geschlossen System nimmt die Entropie zu bis sie ein höchstes Niveau erreicht hat. Um einen Zustand geringerer Entropie herzustellen (oder auch nur beizubehalten) muss Energie aufgewandt werden.
Daraus kann man den ganzen Kosmos erklären.
Der Preis, den man zahlt: Leben ist mühsam.
Der Gewinn: man bekommt den archimedischen Punkt an dem der Hebel angesetzt werden kann, mit dem man falsche Propheten aus ihren Sätteln werfen kann.
Diese Hauptsätze sind lange her, bald 30 Jahre. Und es ging damals irgendwie nebenbei an einem vorüber, die Tragweite kaum erkennbar. Leider.
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