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Freitag, 23. März 2012
Über eine besorgte Frage (XXII)
Was ich täte, wenn ich noch einen Tag zu leben hätte? — Interessante Frage. Ich glaube, ich würde vielleicht noch eine Bergtour machen, irgendwo in einer schönen Gegend, vorbei an klaren Bergbächen, blauen Enzianen, Vergissmeinichten und Murmeltierlöchern. In der Höhe ein bisschen in der wärmenden Sonne liegen, Sibelius ' Siebte im Kopf. Auf dem Rückweg ein paar Touristen in die Irre leiten. Abends eine Pfanne Bratkartoffeln mit Spiegelei und sauren Gurken. Und dann zufrieden schlafengehen.
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7 Kommentar(e):
Da ist es dann aber ganz schön laut im Kopf drin...wo doch draussen die Bächlein murmeln, die Murmeli pfeifen, die Pfeifen sich verlaufen und ...aber Hauptsache, es ist schön! :-)
Die Murmeli hör ich dann schon noch :)
Stell dir vor, es ist dein letzter Tag - und du hast einfach keine Lust auf nix. Was dann?
Ich glaub, dann würde ich einfach unter meinem Kopfhörer verschwinden. Das geht immer. Mit lauter entsetzlichen, schweren Sachen, Tschaikowskis Sechster, Mahlers Neunter (besonders den Schluss ab 4:25, den der Meister hier sehr gut macht) und so.
Bratkartoffeln, sauer Gurken und dann schlafen gehen. Zufrieden einschlafen. Der Plan ist gut.
Stoisch, oder? Jeden Tag so leben, dass man abends zufrieden einschlafen kann, ganz gleich ob es morgen einen neuen Tag gibt oder nicht.
Die Garantie für's glückliche Leben.
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