Montag, 25. Juni 2012

Ausgleichend.

An einem Ort löscht man seufzend einen Kommentar - "Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/ds" - er war offenbar allzu unerträglich, dabei hatte er bereits mehrere Zustimmungen erhalten. Andernorts bedankt man sich am gleichen Tage sogar per Brief - schriftlich und mit eigenhändiger Unterschrift - für "die wertvollen Bemerkungen in Ihrem e-mail" vom soundsovielten. — Gleicher Anspruch und gleiche Sorgfalt führen nicht immer zu gleichem Ergebnis. Aber es gibt eine gewisse ausgleichende Gerechtigkeit.

3 Kommentar(e):

Etosha hat gesagt…

Ich versteh dich. Manchmal gibt man sich Mühe, und der Schuss geht komplett nach hinten los. Fragst du dich auch manchmal, ob du dich wirklich so missverständlich ausdrückst? Oder ob deine Ansichten wirklich so absurd sind?

T.M. hat gesagt…

Ja, manchmal ist es sicher missverständlich, das stelle ich vor allem nach einiger Zeit fest, nach einem Jahr oder so. Aber es bleibt die Gewissheit, besser hätt ich's in dem Moment wahrscheinlich nicht gekonnt. - Oft genug allerdings, wie hier im ersten Falle, sitzt ein Kleingeist an einem Schalthebel, einem kleinen nur, einem Hebelchen, aber er hat damit eben ein Quäntchen Macht in seiner Hand, und das spielt er aus, ganz nach Gutdünken. Es spielt ja keine Rolle, dass andere zustimmen, mehrere sogar, er hat die Macht.

Etosha hat gesagt…

Hach. Möge doch all die kleingeistigen Machtgeilen mitsamt ihren armseligen Hebelchen der Blitz treffen, du weißt schon wobei.

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