Samstag, 28. Februar 2009

Beruhigend.

Eine Bremsscheibe an einem Ferrari rostet genau mit derselben Farbenpracht wie jede andere Bremsscheibe.

Freitag, 27. Februar 2009

Umfassend betrachten.

Man muss vielleicht einen Blick dafür entwickeln, der nicht unwesentlich darin besteht, sich einerseits von offiziellen, politisch korrekten Vorurteilen und gepflegten Gewohnheiten freizumachen, andererseits auch die andere(n) Seite(n) und grundsätzlich immer ein Spektrum, d.h. eine Vielzahl von Aspekten umfassend zu betrachten, den Mut dazu aufzubringen, um jene positiven und negativen Helden (vor allem in der Literatur, neuerdings im Film) und ihre jeweilige Rolle und Funktion richtig zu bewerten. Viel zu einfach, sie schlicht in Gute und Böse einzuteilen und anzunehmen, wo keine negative oder positive Seite geschildert ist, sei auch tatsächlich keine solche zu finden — ein systematischer Geburtsfehler des Konzeptes "theatralischer Charakter". Die interessantesten Erzeugnisse auf diesen Gebieten sind eben oft solche, wo die Betrachtungsweise gerade nicht so einseitig erfolgt, wo der Starke schwach, der Sichere zweifelnd, der Lustige ernst, der Reiche arm gezeigt wird.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Bausteine des Guten.

Beschaut man einmal aufmerksam die Handlungsabläufe zeitgemässer Fernsehformate, d.h. Serien, vor allem im Kriminal- und Actionbereich und damit verwandten Gebieten, wie beispielsweise dem der auch in Europa munter ausgestrahlten (amerikanisch!-)nationalen Sicherheit, so muss einem unweigerlich auffallen, dass diese sich nicht nur immer öfter gleichen und wiederholen (übrigens auch in den Charakteren), sondern immer mehr Parallelen zu Schemen aufweisen, die auch in Computerspielen Anwendung finden, wenn nicht gar ursprünglich von diesen abstammen. Das Prinzip ist folgendes:
  1. eine fiktive, in jedem Falle stark vereinfachte Problemstellung
  2. in messbarer Zeit
  3. unter Anwendung sämtlicher zur Verfügung stehender Ressourcen1 zufriedenstellend lösen,
  4. ohne jede Frage restlos und in der Tiefe zu beantworten,
  5. ohne auch selbst, persönlich nennenswert darin verwickelt zu werden,
  6. ohne auch nur einen einzigen Gedanken der Nachhaltigkeit, der Umwelt, der Ökonomie zu opfern,
  7. und vor allem: ohne je zu scheitern
Es gibt bald gar keine andere Herangehensweise mehr, es ist ein Grundprinzip geworden. — Eine sich daraus ergebende Frage ist, welche Auswirkungen die Gewöhnung an solche bausteinartigen Problem-Lösung-Schnipsel in unseren Gehirnen langfristig haben wird. Ohne je zu scheitern!

1 d.h. vor allem Waffen aller Art, reale und irreale Computer und Fahrzeuge, Superhirne, Muskelprotze, übersinnliche Eingebungen ... und am Ende auch immer wieder haarsträubende Zufälle!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Auf die Ungeduld.

Oft ertappt man sich dabei, vermeintlich nicht geduldig genug zu sein. Man spricht sich zu, etwas abzuwarten, ruhig zu bleiben, die Pferde nicht scheu zu machen usw. — dabei ist man ja längst durchaus geduldig, mehr als andere, vielleicht sogar zu sehr, wahrscheinlich an falscher Stelle und aufgrund eines falschen Verständnisses von Geduld, nämlich im Aushalten, im Ertragen, im Leiden ... Geduld ist ein Schutzmechanismus, allerdings auf eigene Kosten. Warum also solltest du ausgerechnet deine Fähigkeit, etwas zu ertragen, welche beinahe unendlich und also gänzlich untauglich ist, zum ausschlaggebenden Kriterium deiner Geduld machen? Warum nicht deinen freien Willen? Das Zauberwort heisst gelassen ungeduldig sein.

Dienstag, 24. Februar 2009

Nach Australien!

"Ich fahr zu den Menschen." sagst du. — 'Ich fahr zu den Tieren.' denk ich mit Betonung, und eine Sekunde später noch 'Menschen gibt's überall (und so verschieden sind sie längst nicht ... nicht mehr ...)'

Montag, 23. Februar 2009

Von den Missratenen.

Die designierten Bösen in einer Familie, die schwarzen Schafe (und es gibt ja in jeder Familie solche und solche, Ge- und Missratene ...), denengegenüber man absichtlich oder unabsichtlich durch klug ausgemalte Erzählungen mit einer gewissen, ihnen bereits vorauseilenden Distanziertheit1 ausgestattet wurde, sind oft durchaus interessante Menschen — es sind sogar in der Regel diejenigen, die von der Natur die Last eines überdurchschnittlichen Gehirns mit auf ihren Weg bekommen haben, an welcher sie ein Leben lang, bergauf, bergab zu tragen haben, jeder auf seine Art, eine Last, mit der sie zwangsläufig anecken, andonnern, die sie gelegentlich taumeln macht und die abzuwerfen unmöglich ist. Einige sind darunter gar Wolf geworden. Als ob sie es sich hätten aussuchen können! Und als ob es ihnen nicht bereits zeitlebens mehr Nach- als Vorteile eingebracht hätte! (Und warum wohl?) — Dabei hätte es all der Vorausberichte gar nicht bedurft - ein Blick in ein waches Auge, ein unabsichtliches Lächeln hätte genügt.

1 ein bewährter Schutzmechanismus unter Wiederkäuern zum Schutze der Herde

Donnerstag, 19. Februar 2009

Interaktion.

Geben und Nehmen sind zwei Synonyme Ein- und Desselben, wofür bislang kein brauchbares Wort existiert, Dabeisein vielleicht, Interaktion, letztendlich der kollektive Aspekt menschlichen Daseins (im Gegensatz zum individuellen). Insbesondere ist jedes Teil- und Anteilnehmen auch ein Teil- und Anteilgeben, nämlich von und an sich selbst, auch dann wenn es sich um vermeintliche Harmlosigkeiten handelt, die nicht viel kosten - Fernsehen, Werbung, Internet, Gesellschaft, Politik, Kultur, Klatsch und Tratsch - es kostet in jedem Falle noch Zeit, deine Zeit und deine Kraft, und Aufmerksamkeit, und Geist. Also sag nicht, es gehe um nichts.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Erwachsen und doch nicht.

Ich sei erwachsen. Heisst es gelegentlich (und manchmal durchaus mit vorwurfsvollem Blicke, aus diesem Zustande abgeleitete Konsequenzen einfordernd). Man schliesst es aus dem Alter, dem Grau, den Bewegungen, die nicht mehr ganz so dynamisch ablaufen, dem beginnenden Knirschen in den Gelenken ... — Was für belanglose Kriterien! Ich muss mich in der Tat wundern, dass man ein solches Wort erschafft und über Jahrhunderte gedankenlos dahinplappert, "Erwachsensein", es bedeutet ja nichts ausser dem vermeintlichen Abschluss1 eines gewissermassen geometrischen Vorgangs, als ob der Betrachtungsgegenstand lediglich ein physikalischer Körper sei, eine Pflanze oder bestenfalls ein Tier, dabei ist genau das eben nicht gemeint mit "Erwachsensein" ... — Um es also einmal klar auszusprechen: kein Mensch ist je erwachsen, schon gar nicht pauschal und gleichermassen auf allen Gebieten seines Daseins, es sei denn, man gesteht ihm vielleicht drei Minuten vor seinem Tode einen Grad von Erwachsensein zu, den er dann nicht mehr zu steigern in der Lage ist. Bis dahin lernt er sein Leben lang und sammelt Lebenserfahrung, beurteilt Dinge anders, umfassender, tiefer, erweitert und ändert seine Werte - er durchdringt sein Universum mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, auf verschlungenen Linien, die mehr oder weniger tief führen. Aber das macht er vom ersten Tage seines Lebens an, immer auf seine Weise. Ich wüsste nicht, wo sich das Menschlein definitiv vom Kind zum Erwachsenen wandelt - es ist ein Kontinuum, ein fortlaufendes Erwachsenwerden, und noch nicht einmal ein monoton gerichtetes. Womöglich ist man stellenweise im Alter noch mehr Kind als in der Jugend, Kind auf einem anderen Niveau.

1 Der Mensch darf in dieser Hinsicht noch froh sein, überhaupt einen Abschluss im Wachsen zu finden. Viele Fische oder selbst noch Reptilien beispielsweise wachsen ihr Leben lang, je nach Nahrungsangebot.

Dienstag, 17. Februar 2009

Selber ...

Die konsequenteste und am Ende womöglich allein übrigbleibende, einzig1 brauchbare Idee zur Problemlösung lautet — selber denken, schaffen, entwickeln. Diese fortan wie ein Stein im Magen liegende Banalität einmal auszusprechen - vorsichtig auszuflüstern, du Held! - ist bereits der erste Schritt.

1 insbesondere unter der nicht unwesentlichen Bedingung detaillierter Ansprüche, und Ansprüche haben heisst Kultur haben, heisst noch am Leben, heisst Mensch sein

Montag, 16. Februar 2009

Ertappt.

Wir betrachten es gelegentlich als Angriff, behauptet jemand, etwas sei typisch für uns, Steigerungsform absolut typisch. Man fühlt sich einen Moment lang ertappt, bei etwas Furchtbarem und Schlimmen selbstverständlich, und überlässt sich augenblicklich seinem vorauseilenden schlechten Gewissen. Etwas Typisches ist uns Schäfchen immer unangenehm. So weit ist es gekommen! — Unsere Antwort sollte ein stilles Lächeln sein. Mehr nicht.

Sonntag, 15. Februar 2009

Sprüche (155)

Geistlose Tätigkeiten - Sport - muss man intuitiv und ohne grosses Nachdenken betreiben. Wer darüber ins Grübeln kommt, verliert nicht nur den Spass — er macht es auch systematisch falsch.

Samstag, 14. Februar 2009

Beengt.

Ich schreibe nie gut in allzu kleinen Räumen. Es wäre noch zu untersuchen, welcher Schreiberling was für Räume zur Verfügung hatte (und ob und warum er, was gelegentlich auch historisch belegt ist, gleich draussen in der Natur schrieb) — Möglicherweise braucht ein Gedanke auch physisch ein bisschen Platz, um sich zu entfalten, und vielleicht noch mehr als man denkt. Vor einer Wand sitzend wird es nichts. Ein Fenster wäre gut, vielleicht irgendwo in der Höhe, davor die Weite ... das wären Bedingungen.

Freitag, 13. Februar 2009

Vorwärtsschreiten.

Gleich Ra erneur' ich mich täglich.
Niemand kann meine Arme festbinden,
oder meine Hände zur Starrheit verdammen:
weder die Götter noch die geheiligten Geister,
weder die Ahnen noch die Gefallnen der Hölle,
nicht die Eingeweihten noch die Engel des Himmels!
Ich bin die Seele, die Hemmung nicht kennt im Vorwärtsschreiten.

(Das Ägyptische Totenbuch, Kapitel 42)
So spricht ein gänzlich freier Mensch! Und es ist letztendlich belanglos, dass es sich "nur" um Wunschdenken handelt, denn diese Worte sind ja dem Toten mitgegeben, dem Hinübergegangenen, der sich nun unter Aufgabe seiner hinderlichen, biologischen Existenz als Wesen anderer Ordnung im Totenreich bewegt und dort noch bestehen muss ... Die Idee ist gross. Wie gross? — Erneuere dich einmal täglich, schreite nur einmal täglich vorwärts, 4500 Jahre jüngerer Schlaumeier.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Sprüche (154)

Ein Sieg, der nicht schwer erkämpft ist — was soll das für ein Sieg sein?

Mittwoch, 11. Februar 2009

Perspektive.

Eine relevante Erscheinung des Informationszeitalters, in welchem nun jeder mit jedem kommuniziert, jeder von jedem weiss, jeder über alles schnattert und plappert und urteilt, denn alles ist längst ein Thema für jedermann ... ist, dass darin das Ich zum Wir, das Du zum Ihr, das Wir allerdings zu einer allgemeinen Sosse wird, worin alle Fragen verschwunden und (abgesehen von allerlei einlullendem Entertainment) nur noch Antworten1 enthalten sind, und zwar ein hundert- und tausendfacher Overkill an Antworten, unter denen man wählen kann, letztendlich also eine lauwarme Sosse unwidersprochener Beliebigkeit. — Wer unter diesen Umständen ein Ich erhalten will, muss gänzlich neue Wege gehen. Der Begriff "Individuum" wird demnächst hingegen an einer ernsthaften Sinnkrise kränkeln.

1 Auch jede Form von Werbung ist übrigens zu den Antworten zu zählen. Es handelt sich um den interessanten Spezialfall von Antworten auf Fragen, die man gar nicht gehabt hat.

Dienstag, 10. Februar 2009

Der verbissene Held.

Manch einer verbeisst sich sehr in die Überwindung und Ausrottung eines erklärten Übels, macht diese zum dringenden Anliegen, hirnt darüber, ersinnt immer neue Wege und bessere, raffiniertere Mittel, stellt Regeln und Theorien auf, begeistert andere für seinen Kampf — und hebt es auf diese Weise auf den Sockel ewiger Beständigkeit.

Manch einer lebt nur für seine Widersacher — und diese mit ihm.

Montag, 9. Februar 2009

Sich verteidigen.

Masshalten in der Verteidigung, aus mindestens zwei Gründen:
  • Man war womöglich noch gar nicht angegriffen — und verrät in der Verteidigung mehr von sich als man eigentlich wollte. (Zudem beleidigt man den vermeintlichen Gegner ...)
  • Wenn einer etwas verteidigt und dabei mehr als nur die nüchterne Darlegung seines Standpunkts anwendet, insbesondere emotional argumentiert, erregt dies ein Misstrauen darüber, warum ihm dies notwendig erschien. Der verteidigte Gegenstand selbst wird fragwürdig, als ob er nicht für sich allein überzeugend wäre. Man verdirbt also u.U. mehr als wenn man geschwiegen hätte.

Sonntag, 8. Februar 2009

Vom Streben nach Glück.

Wenn es womöglich nicht der Verstand ist, der den Menschen vom Tier scheidet, was ist es dann? — These: Das Streben nach Glück. Kein frei lebendes Tier würde behaupten, es sei nicht glücklich, einmal angenommen, es könnte sprechen. Es verfügte nicht einmal über einen Glücksbegriff, geschweige denn tatsächlich über eine Sehnsucht, deren Charakter per definitionem chronische Unerfülltheit, Unbesitzbarkeit ist. Das Tier ist sich selbst genug, zu jedem Zeitpunkt und in jedem Exemplar, mit Stolz und innerer Selbstverständlichkeit. Beim Menschen ist es anders, zumindest zeitweilig in seinem Leben.

Samstag, 7. Februar 2009

Sprüche (153)

Manches muss erst ein anderer sagen, dass wir es für wahr und richtig halten, uns selbst glauben wir womöglich selbst dann nicht, wenn wir den Gedanken eher und tiefer gehabt haben. — Wie steht es also um unser Selbstvertrauen?

Freitag, 6. Februar 2009

Einen Namen, schnell!

Viele Projekte scheitern einfach daran, dass man keinen Namen für sie findet. — Dieser Satz klingt banal, ist aber tatsächlich ein ernsthafter Grund zum Misstrauen gegenüber dem betreffenden Vorhaben. Man könnte auch andersherum formulieren: ein wesentlicher Teil der Lösung ist bereits die Findung eines Namens, eines Begriffs, der tatsächlich den Inhalt und das Wesen des Vorhabens richtig kennzeichnet. Und, nein, in diesem Sinne gelten die neuen Kunstnamen unserer schönen, bunten Konsum-, Glitzer- und Internetwelt nicht, dies sind genaugenommen nur halbherzige Stellvertreter mit vorausbestimmter Verfallszeit, wahrscheinlich in Vorwegnahme der Verfallszeit des Produktes selbst ... akustische Hieroglyphen. — Wenn du nicht sagen kannst, wie etwas heissen soll, hast du sowohl im Konkreten wie auch im Prinzip schon verloren.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Dekor.

Wer wohltätig etwas spendet, bekommt gar nicht selten (und zwar zusätzlich zu der unverzichtbaren Bescheinigung der Spende zur Vorlage bei der jeweiligen Steuerbehörde) dafür eine dekorative Urkunde mit Prägung, Stempel und Unterschrift. — Zu welchem Zwecke?

Sprüche (152)

Dem einen sprichst du in Bildern, damit er es versteht, dem anderen in denselben Bildern, damit er es nicht versteht — du Künstler!

Dienstag, 3. Februar 2009

Geschichte und Zeitrechnung.

Ich behaupte, unsere Vorstellung von Geschichte und Weltgeschichte wird wesentlich durch unsere christliche Zeitrechnung beeinflusst und bewertet. Unsere an einem nicht nur willkürlichen - das wäre nicht das Schlimmste - sondern vergleichsweise jungen historischen Ereignis festgemachte Zählweise der Jahre, mit ihrem merkwürdigen Nulldurchgang mitten in einer bedeutsamen historischen Epoche und der unbequemen und ja von keinem authentischen Zeitgenossen je praktizierten Rückwärtsrechnung, bestimmt unser Denken hinsichtlich sämtlicher früheren Epochen. Ganz abgesehen davon, wie diese Zeitrechnung auf die Inder, die Chinesen, die Moslems wirken muss, auch unser westliches Geschichtsdenken hätte durchaus einen stärkeren Begriff von Kontinuität und Kausalität, von Entwicklung, Wechsel, Ablöse, Blühen, Siechen und Vergehen, schrieben wir heute nicht das Jahr des Herrn 2009, sondern z.B. das Jahr der Menschheitsgeschichte 13487 (oder 27412, die absolute Zahl spielt gar keine Rolle, sie könnte sogar gänzlich fiktiv, nur eben hinreichend gross genug muss sie sein). Unsere ungelenken Begriffe1 wie "Vorzeit", "Altertum" ("Antike"), "Mittelalter", "Neuzeit" erhielten dadurch einen anderen Klang und wären teilweise sogar in ihrer Bedeutung erheblich relativiert.

1 es ist letztendlich sogar fraglich, wozu wir diese Vorurteile überhaupt brauchen

Ein signifikanter Unterschied.

Der Beginn des Informationszeitalters? — Spätestens der Tag, an dem aus Nachrichten News wurden.

Montag, 2. Februar 2009

Sprüche (151)

Manch einer versucht sein Leben lang, ein anderer zu sein und wundert sich darüber, dass dabei doch immer nur er selbst zum Vorschein kommt. Die klügsten Schauspieler spielen darum gleich immer nur — sich selbst.

Sonntag, 1. Februar 2009

Ein Missverständnis.

Es ist ein weit verbreitetes und inzwischen in die öffentliche Meinung übergegangenes Missverständnis zu behaupten, der Pessimist sähe ein halb leeres Glas, wo es doch halb voll ist. Das ist letztendlich irrelevant. Das eigentliche Problem ist viel mehr: Der Optimist behauptet, es könne gar nicht leer werden, und daran glaubt er bar jedes Beweises aus innerer Überzeugung, während der Pessimist sich mit der Frage konfrontiert — Was, wenn doch?