Home » Archives for Dezember 2009
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Abflug.
Ein altes Jahr in seinen letzten, gänzlich windstillen Minuten per Miniheissluftballon zu verabschieden, diesem gleichsam all das symbolisch mitzugeben, das man nicht mehr benötigt, und vielleicht noch ein paar Wünsche für das nächste Jahr - nur so, es gibt ja keinen Empfänger für solche - ist nicht die schlechteste Idee. Man lässt es einfach davonschweben.
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Forschungsgebiet, unentdecktes.
So will der faustische Mensch also zum Mars, um dort das nächstliegende Unbekannte zu erforschen und womöglich auf fremdes Leben zu stossen. — Dabei berichtet bereits jede beliebige Frauenzeitschrift von fremden Welten, von Dingen, die uns an die Grenzen des Vestehens bringen, sowie auch von zahlreichen befremdlichen Lebensformen, genug für hundert Jahre Forschung, und sie kostet dabei nur wenige Taler. Man muß nicht richtig hinschauen, sag ich.
Dienstag, 29. Dezember 2009
Montag, 28. Dezember 2009
Sehbehindert.
Ja, Bern ... 1 ... ach! ... 1 ... schlimm! Es werde Zeit, dass endlich ... 1 ... Nein, Zürich sei ja ganz anders, da gebe es ... und ... Und erst die Läden in Zürich ... Und die Frauen - tolle Frauen! Aber Bern? Bern habe kein Geschnetzeltes, keine eigene Oper, ja nicht einmal ein vernünftiges Orchester und die bekannteste Berner Rockband nenne sich gleich selbst Züri West. Bern sei eigentlich nur ein Kopfschütteln. — Du bist mir der rechte Weltstädter! Der Weltstädter legt eine dicke Pappe auf die Weltkarte, durch die er nach Belieben ein paar Löchlein gebohrt hat, untereinander verbunden durch Linien, an den die Namen von Fluggesellschaften stehen. Der Rest der Welt interessiert nicht, warum sollte er auch? Und so nimmt er seine bewährte Pappe konsequent gleich generell als Brille, auch beim Blick auf die reale Welt ... Aber sag, welche Stadt gehört nicht in diese Aufzählung: Paris, London, Rom, New York, Zürich, Moskau, Tokio, Sydney?
1 hier eine Reihe fehlender Worte hinzudenken
1 hier eine Reihe fehlender Worte hinzudenken
Sonntag, 27. Dezember 2009
Intermezzo (II)
Man überwindet das Fest der Liebe heute üblicherweise mit vereinten Kräften. Ungefähr wie einen gemeinsamen Feind. Das gibt Zusammenhalt und schafft Identitäten: "Ich war dabei!" — Der 27. ist dann jeweils der Morgen, an dem man die Gefallenen beerdigt, die Verwundenten verarztet, Helden auszeichnet, Schäden erfasst und die notwendigsten Arbeiten zum Wiederaufbau beginnt. Und morgen sieht Vieles schon wieder anders aus.
Samstag, 26. Dezember 2009
La France.
Dass man in Frankreich angekommen ist und wie Frankreich funktioniert, bemerkt man zweifelsfrei daran, dass der erste Wegweiser hinter der Grenze die Aufschrift "Paris" trägt, ja, auch auf einer kleinen, gelben Strasse.
Freitag, 25. Dezember 2009
Sprüche (198)
Schnee und Blech sind zwei unsichtbare Geraden in der Ebene. Irgendwo gibt es einen Schnittpunkt. — Und er wird unrühmlich sein.
Freitag, 18. Dezember 2009
Losung des Tages.
Man muss heute unweigerlich lachen, sieht man auf alten Fotos oder in Filmen noch jene typischen, in weisser Schrift auf rotem Grund verfassten Losungen, "Meine Hand für mein Produkt" oder "Mein Arbeitsplatz - Mein Kampfplatz für den Frieden" oder "Wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben", immer ein bisschen hohl und durchscheinend, immer auch Anlass zu Ironie. So etwas gibt's heute wohl nur noch in Nordkorea. — Aber jede Ideologie ruft sich ihren Mut auf ihre Weise zu, mal laut, mal leise, auch solche, wo Kaufen, Verbrauchen, Verschwenden zum besinnungslosen, ideologischen Fundament, zur Pflicht geworden sind. "Come in and find out", "Jetzt zwei in eins", "Because change häppenz".
Donnerstag, 17. Dezember 2009
A1, Kirchberg-Schönbühl.
128 bei erlaubten 120. Man hat zweifellos den richtigen erwischt. — Ich bin in 20 Jahren genau viermal geblitzt1 worden. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich dabei auch nur ein einziges Mal nicht fremdgeschämt hätte.
1 Amerikaner beneiden uns tatsächlich um dieses Wort
1 Amerikaner beneiden uns tatsächlich um dieses Wort
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Überall.
Man selbst überall Ausländer? — Das war so eine Feststellung, deren offenkundiger Richtigkeit und Konsequenz ich mich nicht entziehen kann. Mehr als früher jedenfalls und gleich noch vielfach: als Ostdeutscher, dort als Weggegangener, hier als Hinzugekommener, überall als Fremder, Einzelner, Atheist, Freigeist ... als Hyperboreer. Das eben heisst durchs Eis gehen, gehen überhaupt. — Ausländertum ist etwas für erklärte Kleingeister, für Leute, die Grenzzäune errichten und Mauern bauen, die Pässe ausgeben, kontrollieren und abstempeln, du gehörst zu uns (ob du willst oder nicht), du nicht (ob du willst oder nicht). Ausländer zu sein ist vor diesem Hintergrund nicht das Schlimmste.
Dienstag, 15. Dezember 2009
Sprüche (197)
Warum blühen im TV ausgerechnet jene belanglosen Themen wie "Sport" und "Kochen"? — Weil jeder irgendwie mitreden kann.
Montag, 14. Dezember 2009
Finsternis.
Dass nichts Geringeres als das Volk höchst persönlich, vielnasig, frierend und fordernd vor ihm stehen würde, ganz plötzlich und in dunkler Nacht, hatte der diplomierte Elektroingenieur Müller nicht erwartet, als er gänzlich unbedarft kurz vor die Tür schlurfte, um dort das Ergebnis einer kleinen handwerklichen Arbeit - die winterliche Lichtinstallation - auf Funktion und künstlerischen Gesamteindruck zu prüfen. Doch da war es schon zu spät. Er, der sich nun unverhofft quasi inmitten des vollbesetzten Amphitheaters wiederfand, musste nun irgendetwas von sich geben, die Show hatte begonnen und er war auch noch Hauptdarsteller. "Äh ... i mach ä Funktionsprob." sagte er. Da nickte das Volk anerkennend und war zufrieden, zumal der Glühwein rettend aus der noch geöffneten Tür herausduftete ...
Sonntag, 13. Dezember 2009
Sprüche (196)
Du sollst nicht mit der Herde spenden, nicht vor ihren Augen und nicht weil Weihnachten ist.
(Spezialisierung eines allgemeineren Ungebots.)
(Spezialisierung eines allgemeineren Ungebots.)
Samstag, 12. Dezember 2009
Vom Gelde.
Entzauberung des Geldes? Durchaus! So waren wir also über unser Geld getäuscht? Über unser Wichtigstes? — Ich behaupte, man hat weltweit 100 Jahre lang nicht ganz begriffen, was Geld eigentlich ist: ein wertloser Wert. Dass das Geld sein Stellvertreterdasein anstelle von real existierenden und damit in ihrer Vorhandenheit begrenzten Werten (z.B. Gold) verloren hat, d.h. scheinbar selbst zu einem unabhängigen Wert geworden ist, und zwar ein praktisch beliebig definierbarer, welcher letztendlich nur noch mehr oder weniger grosse Illusionen repräsentiert, sollte man sein Wesen nennen. Geld, das hingegen für etwas Reales steht, ist heute genaugenommen gar kein Geld mehr, es ist als Geld unbrauchbar, man kann es belächeln. Geld ist heute naturgemäss weich wie Watte, was immer auch Politiker behaupten. Es wird dadurch erst flexibel, d.h. an aktuelle Erfordernisse anpassbar, be-spekulierbar, spielbar, und natürlich nachdruckbar, in grosser Menge. Diese dekadente Form von Geld ermöglicht erst Kapitalismus im grossen Stile.
Freitag, 11. Dezember 2009
0x.
Die Nuller Jahre? Das klingt schon nicht nach viel, oder? Kann da überhaupt Nennenswertes, gar Wesentliches passiert sein? Was hat diese Dekade geprägt? Ich leiste mir einmal eine unvollständige, persönliche Auflistung. Ich bitte der Reihenfolge keine Bedeutung beizumessen.
Was wird das nächste Jahrzehnt bringen? Ich wage zumindest eine kleine Spekulation:
- Emanzipation des Belanglosen. Man kann heute aus allem einen kommerziell verwertbaren Kult zaubern, wenn man es geschickt anstellt. iGeräte, Microsoft-Betriebssysteme, virtuelle Gesichtsbücher und Zwitscherstübchen, aufputschende Getränkemarken, Mitleid, öffentliche Trauer, Körper, Sex, ein doofes Gesicht. Man muss heute nicht mehr überzeugen, insbesondere nicht mit Argumenten, man etabliert einen Kult, und Kulte haben ihre ganz eigenen Regeln. Der Mensch der Nuller Jahre ist ein Kult-Mensch.
- Emanzipation der Betroffenheit. Betroffensein ist heute erklärter Zeitgeist - bis zur Lichterkette, zur kollektiven Besinnungslosigkeit - und auch ein wesentliches Integritätskriterium der Gesellschaft. Gesellschaft bedeutet heute Betroffenheitskollektiv.
- Emanzipation der Beliebigkeit, Verlust des Anspruchs an sich selbst. Man wählt heute infolge eines übergrossen Angebots die Positionen, auf die man sich begibt, politische, religiöse, ethische, soziale, kulturelle, einfach wie Produkte, man kauft sie, dabei durchaus auch inkonsistente, also widersprüchliche, das macht gar nichts, und zwar für begrenzte Zeit. Dann wechselt man sie und dieser Wechsel ist nicht nur legitim und akzeptiert, er gilt insbesondere als Zeichen von Wachsein und Modernität, von "mit der Zeit gehen", "jung bleiben", "sich neu erfinden". Antworten haben, nicht Fragen stellen. Für Fragen hat man die Zeit nicht mehr.
- Emanzipation der Ängstlichkeit. Umfassende Hysterisierung sämtlicher Sicherheitsfragen bis hin zum Schutz des Individuums vor seiner eigenen Dummheit und zwar wesentlich auf Kosten seiner individuellen Freiheit. In den Nuller Jahren begreift man die individuelle Freiheit als klares Sicherheitsrisiko. Lieber unfrei als unsicher. Der Mensch der Nuller Jahre ist (und zwar ganz wesentlich) ein ängstlicher Mensch, drum tragen Amerikaner Waffen. Er weiss, dass er kein allzu hohes Selbstwertgefühl besitzt.
- Emanzipation des Billigen. Geiz ist geil. Man kauft nur noch Billiges teuer. Und man steht dazu, ganz offen. "Das war ein Schnäppchen!"
- Entzauberung des Geldes als in harter Währung unbegrenzt zur Verfügung stehender Ressource - Geld und Weichheit sind Synonyme! Darin liegt das Wesen des Geldes. Man hat es inzwischen begriffen, nur noch nicht verinnerlicht.
- Bruch der Wachstumsideologie, damit auch Bruch des historisch erstmals und weltweit ungehemmten Kapitalismus' überhaupt, nach noch nicht einmal 20 Jahren. Dies bedeutet zweifellos nicht das Ende der Marktwirtschaft, wohl aber mit Sicherheit ein Umdenken in bezug auf ihre Grundlagen und Perspektiven.
- Entzauberung der nach dem Ende des Kalten Krieges neu erlangten moralischen Überlegenheit der westlichen Welt gegenüber allen anderen, insbesondere infolge des sog. zweiten Irakkrieges und der internationalen Besetzung Afghanistans sowie auch in der aktuellen Klimadiskussion.
Was wird das nächste Jahrzehnt bringen? Ich wage zumindest eine kleine Spekulation:
- Bruch der Mobilitätsideologie, vor allem auf Basis von Verbrennungsmotoren mit fossilen Brennstoffen. Möglicherweise das Ende des Automobils, wie wir es kennen, d.h. als Gebrauchsgegenstand für jedermann, zwei pro Familie, möglichst gross und möglichst schwer. Starker Rückgang auch des Fliegens, insbesondere des allzu billigen. Renaissance der Bahnen, allerdings notwendig anders als wir Bahnen heute gewohnt sind.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
2.23
Zahlen noch einmal. Ein Versuch. — Die letzte "Wetten dass"-Sendung galt als die quotenschwächste der deutschen Fernsehgeschichte. Nur 8.94 Millionen Zuschauer sahen diese Sendung. Geht man jetzt einmal davon aus,
Unter obigen Annahmen und der statistisch ermittelten Durchschnittsfernsehdauer von 221 Minuten pro Tag und Zuschauer beträgt der fernsehbedingte CO2-Ausstoss in Deutschland durchschnittlich 6118t tagtäglich oder - das klingt interessanter - 2.23 Mio t CO2 im Jahr, nur durch die eingeschalteten Fernsehgeräte, das sind mehr als 27kg CO2 pro Kopf. Ich hab's dreimal nachgerechnet.
- dass diese die üblichen zweieinhalb Stunden gedauert hat,
- dass das durchschnittliche deutsche Fernsehgerät eine Leistung von 75W benötigt,
- dass alle Zuschauer den einheitlichen deutschen Strommix beziehen, für den man angibt, dass die Erzeugung einer Kilowattstunde 541g CO2 ausstösst, und
- dass vor jedem Fernsehgerät zwei Personen gesessen haben,
Unter obigen Annahmen und der statistisch ermittelten Durchschnittsfernsehdauer von 221 Minuten pro Tag und Zuschauer beträgt der fernsehbedingte CO2-Ausstoss in Deutschland durchschnittlich 6118t tagtäglich oder - das klingt interessanter - 2.23 Mio t CO2 im Jahr, nur durch die eingeschalteten Fernsehgeräte, das sind mehr als 27kg CO2 pro Kopf. Ich hab's dreimal nachgerechnet.
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Das Ende.
Was die momentan sehr populären Veröffentlichungen zum Thema CO2-Ausstoss betrifft und insbesondere die klug und auf zwei Kommastellen genau berechneten Öko-Bilanzen, so sei man durchaus dahingehend versichert, dass zwar in den meisten Wissenschaften die Zahl, die Messgrösse, d.h. die quantitative Bestimmung ein Ausdruck anerkannter Objektivität und Seriosität ist und als solcher auch geradezu das eigentliche Wesen des Wissenschaftlichen darstellt. — Auf dem Gebiete des sog. Klimaschutzes allerdings hab ich nicht erst seit heute den Eindruck, spätestens sobald Zahlen ins Spiel kommen, insbesondere allzu einfache und allzu unvorstellbare Zahlen1, hört die Wissenschaftlichkeit schnell auf. Es sind da schnell mal ein paar Nullen irgendwo zu viel oder zu wenig. So ist der neuerdings endlich und händeringend ermittelte persönliche Fussabdruck (je nach Anbieter ...2) nicht selten eben nicht der vermeintliche, dringend benötigte Anfang, sondern bereits das schnelle Ende jeglicher Seriosität, eine feuilletonistische Belanglosigkeit und Anmassung. Man muss sich wundern, dass man heute nicht aus Hühnerknochen oder Eingeweiden liest - es wäre objektiver! Aber es beruhigt vielleicht das Gewissen, einen offensichtlich kürzeren Balken zu haben als ein anderer oder gar die mähende Herde.
1 und wer weiss schon, was eine Kilowattstunde ist? wieviel Tonnen CO2 sind das? oder wieviel Volt?
2 vielsagende drei Punkte
1 und wer weiss schon, was eine Kilowattstunde ist? wieviel Tonnen CO2 sind das? oder wieviel Volt?
2 vielsagende drei Punkte
Dienstag, 8. Dezember 2009
Wieder.
So hat man dich also wieder übers Ohr gehauen, trotzdem du schon - aus allerlei Erfahrung - höchst wachsam warst? So hast du trotz des hohen Preises an den so seriösen Händler noch die Bearbeitungsgebühr, den Mindermengenzuschlag und die Versandgebühr, an die Post die raffiniert erhobene Zustellgebühr1, an die Bank den Kreditkartenzuschlag2 und selbstverständlich auch die Mehrwertsteuer brav entrichtet? So hast du vielleicht gar noch etwas verschenkt? Oder dich bestehlen lassen? Hier, nehmt, es kommt von Herzen! Dich höflich hinter vorgehaltener Hand oder auch ganz offen auslachen und einen Narren nennen lassen? — Und auch noch Danke gesagt?
1 nicht zu verwechseln mit Porto
2 von den Kreditkartenkosten, Kontoführungs- und Transaktionsgebühren bei lächerlichen Zinsen einmal zu schweigen
1 nicht zu verwechseln mit Porto
2 von den Kreditkartenkosten, Kontoführungs- und Transaktionsgebühren bei lächerlichen Zinsen einmal zu schweigen
Montag, 7. Dezember 2009
Kleine und grosse Welten.
Kleine Welten verteidigen sich besser als grosse. Das weiss jeder kleine Kläffer, der sich hinter einem sicheren Gartenzaun stark macht. Wer grosse Welten verteidigen will, muss Grösse lernen, d.h. insbesondere auch kleine von grossen Angriffen unterscheiden, muss auch Güte lernen und Milde, womöglich sogar behutsame Vorsicht, seinen Gegnern zuliebe.
Sonntag, 6. Dezember 2009
Zwielichtig.
These: Immer, wenn im Bild ein Bereich "verpixelt", also unkenntlich gemacht ist, um entweder a) dem Zuschauer etwas nicht zuzumuten oder b) auf dem Bild befindliche Opfer zu schützen1, ist die Verwendung des Bildes selbst zumindest fragwürdig. Verpixelung aus diesen beiden Gründen ist ein typisches Anzeichen bewussten und quasi bekennend voyeuristischen Vordringens des sog. investigativen Journalismus' in die Abgründe der Gesellschaft, in ihre Schlüpfrig- und Scheinheiligkeiten, in vermeintliche Moral und deren vermeintliches Gegenteil. Man zeigt etwas, weiss allerdings sehr genau, dass es irgendwie zwielichtig ist. Drum soll man zwar nichts konkret erkennen können, immerhin aber zumindest so viel, dass sich der "interessierte Zuschauer" den dringend benötigten Rest zusammenreimen kann.
1 nicht selten Kinder, und zwar vor den "Journalisten" selbst
1 nicht selten Kinder, und zwar vor den "Journalisten" selbst
Samstag, 5. Dezember 2009
Von den Selbstverständlichkeiten.
Du musst ein Ohr dafür haben: du hörst ein Urteil, ein Gut, ein Böse, ein Ja, ein Nein1, und denkst und glaubst, es müsse gross sein, klug, tief und über jeden Verdacht erhaben, jeder weiss es, bar jedes Zweifelns, jeder sagt es, Kinder schon, die Mütter, die Grossväter, immer und immer wieder, es fragt gar niemand mehr danach, und die Einwände, die dir kommen, sind einfach zu absurd, um auch nur vor dir selbst als ernst zu gelten, nein wirklich — und doch ist es nichts als lumpiger Kleingeist, nur Pfeifen im Walde, tausendfach multipliziert und immer noch klein, zerrieben aneinander ... Ein Ohr, wie gesagt. Oder besser zwei.
1 das Fehlen aller Grauwerte, das definitive Schwarz oder Weiss ist ein sicheres Zeichen
1 das Fehlen aller Grauwerte, das definitive Schwarz oder Weiss ist ein sicheres Zeichen
Freitag, 4. Dezember 2009
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Rechtliche Absicherung.
Eines Tages wird man allen Ernstes auf den Rückseiten unserer Bücher den kleingedruckten Warnhinweis "Dieses Buch kann Spuren von Geist enthalten." finden. Der Allergiker und ihrer Anzahl wegen. Und Politiker werden froh sein um diese lang umkämpfte Errgungenschaft.
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Vom Selbstmitleid (II)
Also was jammerst du? Wenn du innerhalb deines Systems keine Lösung findest, wenn es dir zu klein, zu eng, zu muffig, zu starr geworden ist, wenn es dich zwängt und zwingt, dich hindert, dich bindet und du trotz der vielen grossen und kleinen Zuckerbrote des fortdauernden Ertragens und Erduldens müde bist, dann musst du es verlassen, es notfalls zerstören. Welch andere Wahl hast du? Das sind deine Freiheit, dein Menschsein und dein Stolz. Auf die Beweglichkeit und Manövrierfähigkeit gründen sich Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, ich könnte auch sagen: auf die Fähigkeit, Probleme zu bewältigen, doch nicht auf irgendeine feste Position in deiner Welt.
Dienstag, 1. Dezember 2009
Mit jedem.
Du kommst mit jedem gut aus? Wie ist es möglich, dass du's jedem recht machst? — Und was ist mit dir? Wie kommst du mit dir selbst aus?
Abonnieren
Posts (Atom)

































