Freitag, 29. Oktober 2010

Problem alles Grossen.

Für den, der einen grossen Wert nicht erkennt und in seiner Tiefe begreift, der im Kleinen, in der Gewöhnung, im Bequemen und vermeintlich Sicheren gefangen und mit seinem Spatz in der Hand zufrieden ist, dessen Tellerrand identisch mit seinem Horizont ist, ist auch die Aufgabe eines kleinen Wertes bereits ein schwerer Verlust. — Das Grosse muss sich immer erklären, das Kleine nie.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Nie.

Nein, ich hab dir nie geschrieben. Du mir aber auch nicht. Das heisst aber nicht, dass ich nie an dich gedacht, nie nach dir geschaut hätte. — Nicht jeden Gedanken muss man aussprechen. Und nicht alles ist überhaupt ein Gedanke. — Aber zu spät oder vorbei ist es nie, selbst nach Jahren und Jahrzehnten nicht.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Neid.

Das Wesen religiöser Missgunst1 gegenüber einem, der sein Sein und gewissermassen auch Zufriedensein ohne Gott bekundet, ist von einfacher Gestalt — Neid, nämlich über seine behaltene oder gewonnene Freiheit, seine Macht über sich selbst. Es steckt wirklich nicht mehr dahinter und ist tatsächlich so banal. Aber Neid war noch zu allen Zeiten immer ein hinreichender und wirksamer Grund für jede denkbare Niedertracht ...

1 bei weitem ein harmloses und verharmlosendes Wort

Montag, 25. Oktober 2010

Symbole (IV)

Gewiss, ein Symbol ist ein Symbol, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger, so auch das Kreuz. — Es ist nun, da inzwischen nichts mehr dumm genug ist, tatsächlich ausgesprochen zu werden, praktisch jede mögliche und also beliebige Interpretation von vornherein legitim und über jede Kritik erhaben, also auch die der zur Umarmung, zum Willkommen, zum "Schäflein, kommet zu mir" weit ausgebreiteten Arme. Und der Kopf zeigt auch noch nach oben! Nach OBEN! - Kopf hoch, Junge!

Das Kreuz, Herr Pfarrer, belassen wir es ruhig dabei, entstand aus einem Tötungsinstrument mit designierter Brutalität und ist und bleibt allein deshalb zu allererst ein Symbol menschlichen Leides, ein gewaltsames und grausames, ganz gleich ob nun mit Anhang oder in abstrahierter Form, um die zarten Schäflein dezent zu schonen, ihnen den ungeheuren Anblick etwas erträglicher zu machen. Zweitens aber darüber hinaus (und dies ist sein Wesen) ein Symbol der gerichteten Projektion subtiler, erst auf den zweiten Blick erkennbarer Bedeutungen, vor allem der Schuld, denn er starb schliesslich für uns, aber wir alle haben ihn dort durch Verrat, Verleugnung, Sünde usw. festgenagelt. Ein Symbol also, dass den Menschen zum Schuldigen und Schinder erniedrigt und in Demut zwingt, "Sieh her, das war er - und was bist Du?", das — ist das Kreuz, Herr Pfarrer, und solcherart Arme breitet es gar lieblich aus. Das Kreuz ist in dieser zweiten und eigentlichen Funktion vor allem ein Symbol der christlichen Kirchen, nicht des Glaubens. (Drum sieht es auch bei jeder grösseren Kirche ein wenig anders aus.) Ich hoffe ich konnte behilflich sein.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Sprüche (235)

Du sollst das Mähen deiner Herde nicht für eine Bekundung von Stärke halten.

Freitag, 22. Oktober 2010

Von den Sternen.

Wie kam das Menschlein aller Zeitalter und Kulturen auf die Idee, die Sterne hätten signifikanten Einfluss auf sein Schicksal? Die Sterne, ausgerechnet! Warum nicht der Wind, das Wasser, der Vogelflug?

Die "Sterne", wie wir sie sehen, sind praktisch abstrakt und eigenschaftslos in jeder Hinsicht, kaum an der Grösse zu unterscheiden, nicht nennenswert farbig, weit weg, in jedem Falle von niemandem genauer zu definieren, d.h. sie bieten sich an, sind vor allem aber auch wehrlos hinsichtlich jeder Aufbürdung irgendeiner Bedeutung. Und sie bilden immer ein reichhaltiges, grosses, alles umspannendes Über. Das ist wichtig. — Jetzt kommt ein wichtiger Schritt: Die Überstülpung eines Bildes auf eine Handvoll willkürlich gewählter Sterne, vielleicht aufgrund irgendeiner a priori erkennbaren Ähnlichkeit, die schon Kindern auffällt, d.h. die Benennung eines wiedererkennbaren Sternbildes1 und der Aufbau eines Systems aus Sternbildern. Ein solches führt unweigerlich zunächst zu dem Gedanken der Existenz allgegenwärtiger, überirdischer, nachthimmlischer Präsenzen und zwar solcher mit Eigenschaften. — Es genügt unter dieser Voraussetzung schon ein falscher Schluss von irgendeiner Wirkung auf eine Ursache, eine Folge unzureichender Erkenntnis der irdischen Welt, um aus Präsenzen, d.h. Dingen, die lediglich da sind, Subjekte, d.h. Akteure, zu formen. Die Sterne (immer im Verbund, d.h. in Sternbildern) bekommen dann schnell Verantwortlichkeiten und werden Teil kausaler Ketten, die weit ins Irrationale reichen.

1 Einige Indianer sahen übrigens in jener markanten Konstellation, die wir den Grossen Wagen nennen, vier Elche, die von drei Jägern verfolgt werden. Und der zweite Jäger hat, wenn man genau hinsieht, einen Hund dabei. (Ella E. Clark, Indian Legends of the Pacific Northwest)

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Sprüche (234)

War nicht so gut wie jeder Mensch bislang noch eine brauchbare Alternative zu jedem anderen? — Und zu jeder Gruppe, zu deren Sitte, Moral und Hirngespinsten?

Dienstag, 19. Oktober 2010

Wie unsicher?

Die Debatte um religiöse Symbole ist genaugenommen nur ein Spezialfall. Dahinter steht eine grössere, allgemeinere und uralte Erscheinung, wonach das schwache, unsichere Menschlein, sobald es sich in Kollektiven zusammenrottet, um gemeinsam ein wenig sicherer zu sein (vorher merkwürdigerweise in weit geringerem Masse), jedes Andersartige beargwöhnt, solange ihm dessen Wesen verborgen bleibt. Möglicherweise ein Relikt aus dem Tiersein. So teilt es seine Welt - unweigerlich! - in Gut und Böse, wobei das eigentliche Kriterium sein Unverständnis ist. Alles, was es halbwegs versteht, was es einmal geschmeckt, gelesen, begriffen hat, hinter dessen Sinn und Geheimnis es gekommen ist, ist plötzlich nur noch halb so wild, d.h. nur noch halb so böse.

Oft ist der Schlüssel dazu die Sprache. Das ist der erste und letzte Grund für den legendären Schweizer Röstigraben, für Ausländerfeindlichkeit, für Staatsgrenzen und vieles mehr. Und man muss ja auch wirklich auf der Hut sein — wenn der Nachbar nicht deine Sprache spricht, wie willst Du dann wissen, dass er nicht eines Tages deinen Hund oder gar dein Kind frisst? Schaut er denn nicht immer schon irgendwie lüstern? Ganz schlimm und suspekt wäre einer, der gleich gar nicht spräche. Drum ist die Sprache wahrscheinlich das einzige wirksam und nachhaltig identitätsstiftende Mittel einer Gemeinschaft, andere (Religion, Hautfarbe, Kleidung, Kultur) sind sekundär.

Man darf indes vermuten, dass jene Feindlichkeit allem Andersartigen gegenüber am meisten von denen propagiert wird, die am schwächsten, am unsichersten, am meisten mit einem Gefühl von Kleinheit und Minderwertigkeit ihrer jeweiligen Welt gegenüberstehen. Und man darf sich dabei ggf. vom grossen und imperialen Auftritt nicht täuschen lassen. (Ich spreche beispielsweise den USA durchaus in gewisser Hinsicht mangelndes Selbstvertrauen zu, und wache Amerikaner sind sich darüber selbst auch bewusst.) — Die Frage lautet also letztendlich: wie unsicher bist du eigentlich in deiner Welt?

Montag, 18. Oktober 2010

Zugangsbeschränkung, wirksame.

Es gibt Bücher (es sollte einen wundern, wenn es sich dabei nicht selten um eins jener merkwürdigen, linkshändischen handelte), welche am Anfang eine fünfzigseitige Einleitung besitzen, deren Zweck unverkennbar in der Abschreckung von Lesern besteht. So baut man als Erstes gleich einmal ein gescheites Gebirge auf, das der designierte Sportsfreund zunächst mit allerlei Mühen überwinden muss1, bevor er sich dann - geprüft und für würdig befunden - in die Ebene oder gar auf's Meer hinaus wagen darf ...

1 man erinnere sich, "kein Weg" u.ä.

Samstag, 16. Oktober 2010

Unterwegs ...



... im genannten Orbit. Ob Ozeanwellen oder Radiowellen ist letztendlich gleich.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Symbole (III)

Man darf aus der derzeitigen Debatte um religiöse Symbole vor allem Folgendes schlussfolgern: Schwäche, mangelnde Selbstsicherheit und umso mehr finsteren Argwohn gegenüber jedem Andersdenkenden (ein religiöser Grundzug seit jeher) und zwar bei sämtlichen Beteiligten gleichermassen, selbst bei Atheisten. — Ein Zeichen von Stärke und Mut wäre es, Symbole zuzulassen, gleichberechtigt nebeneinander und unter gegenseitiger Achtung selbstverständlich. Wir reden über nachweisliche Irrationalitäten! Die gegenseitige Missachtung ist eine folgenschwere Albernheit!

Um es einmal klar auszusprechen: ein sich selbst bewusster Christ würde selbst verlangen, den Halbmond neben seinem Kreuz aufzuhängen, und den Davidstern gleich noch dazu. Oder er würde, weil es ggf. schwierig werden könnte, solches Nebeneinander immer vollständig zu machen, auf die plakative Dominanz seines Kreuzes freiwillig verzichten, wissend, dass es sich lediglich um ein Symbol handelt, nicht um seinen Glauben an sich oder gar die Macht seines Gottes, und auch wissend, dass dummdreiste Dominanz mit Gewohnheitsrecht oder unter lapidarer Berufung auf "Tradition" immer zu Problemen führt1, insbesondere im Irrationalen, wo niemand einen Beweis hat. — Eine starke Schulleitung würde beispielsweise die Eltern der Kinder einer Schulklasse befragen, welche Religionen in der Klasse vertreten sind und welche Wünsche hinsichtlich eventueller Symbole bestehen, und demnach die betreffenden Symbole aufhängen.

Die öffentliche Debatte demonstriert insofern ganz wesentlich all die immanente Unsicherheit, sich selbst und seine jeweilige Religion betreffend, möglicherweise eine wachsende solche.

1 drum siehe auch hier und hier

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Nicht langweilen!

Bacons Essays? — Mit Verlaub, ein seichtes Geplapper in Bibelsprüchen, nicht selten ein wenig altklug, in einigen Fällen auch ohne erkennbaren Sinn. Mit Montaigne nicht entfernt vergleichbar. Und er sagt noch, man solle sein Gegenüber nicht langweilen ...

Montag, 11. Oktober 2010

Missgunst.

Ein schlimmer und letztendlich unverzeihlicher Grund dafür, sich bei anderen nachhaltige Missgunst einzuhandeln, ist — an ihrem Niederen nicht teilzunehmen. Dies muss nicht einmal bewusst erfolgen, geschweige denn aus Abneigung - man hat es womöglich noch nicht einmal richtig verstanden, man kann es verschlafen oder schlicht anderes vorgehabt haben. Ihnen allerdings ist jenes Niedere instinktiv durchaus und zwar tatsächlich als solches bewusst. So muss ihnen jedes andere sofort und konsequent als Arroganz gelten. Unter anderem deshalb sagt Montaigne:
Der Weise, meine ich also, sollte sich zwar innerlich aus dem Menschengewühl zurückziehen und seinem Geist die Freiheit und Fähigkeit bewahren, die Dinge unvoreingenommen zu beurteilen, nach außen hin sich aber voll und ganz an die landläufigen Formen und Normen halten. (Essays)

Sonntag, 10. Oktober 2010

Begriffsklärung (45)

Kitsch ist nach aussen gestülpte Hohlheit.

Freitag, 8. Oktober 2010

Von der Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit "die härteste Währung unserer Zeit"? — Eine Währung ist es sicher nicht. Eine Währung ist ein allgemein anerkannter Ersatz für einen Wert. Eine Frage könnte allerdings sein, ob öffentliche Aufmerksamkeit inzwischen selbst für Viele zu einem Wert geworden ist. Und wenn ja, warum? - Weil das Massenmenschlein sein eigenes Sein heute oft in den Köpfen anderer stattfinden lässt, ohne sich darüber bewusst zu werden, und in je mehr Köpfen, umso besser. Vielleicht aufgrund eines Instinkts oder zumindest einer lange gepflegten Gewohnheit darüber, dass es nur als Masse überhaupt noch wahrnehmbar und also existent ist. Daher all die idiotisch vielen "Freunde" in modernen, sozialen Netzwerken - Netzwerken der Selbstvergessenheit, um es einmal klar zu benennen. Daher das Aufspringen auf jeden vorbeifahrenden Zug - der iPlunder, die SUVs, die Moden, der Körperkult bis hin zur Selbstkarrikatur ... Daher auch die kollektive Betroffenheit bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Daher all die merkwürdige Aussenwirkung in selbstgeschaffenen Parallelwelten, die nur diesem einen Zweck dienen. Und natürlich auch, weil es vergleichsweise einfach ist. Ein Aussen hat jeder.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Tradition, lang begründete.

[...] Aus diesem Grund übertreffen auch die Helvetier die übrigen Gallier an Tapferkeit, weil sie in fast täglichen Kämpfen mit den Germanen üben, indem sie sie entweder von ihrem Gebiet fernhalten oder selbst in ihrem Gebiet Krieg führen. [...] (Gaius Iulius Caesar, Der gallische Krieg, 1.Buch)
Man glaubt oft gar nicht, wie alt bestimmte Traditionen sind. — Man muss also letztendlich auch befürchten, dass all das ausländische Geld (darunter nicht wenig germanisches), das nach wie vor auf Schweizer Banken liegt, nicht unwesentlich eine Art Stillhalteprämie ist, ohne welche ... man mag gar nicht daran denken ...

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Begriffsklärung (44)

Der "Fortschritt"? — Mit Verlaub, der Fortschritt ist oft nichts weiter als zielloses Stolpern zwischen Zufällen und Vermeintlichkeiten. Die Vorstellung, der sog. Fortschritt sei ein stetiges Hinauf, gar ein unumkehrbar gesetzmässiges und quasi evolutionäres Prinzip, ist Geschwätz von Optimisten.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sprüche (233)

Dem Freund in die Augen sehen können? — Deines Feindes Auge ist wahrscheinlich wacher, schärfer, auch misstrauischer, und weniger blind, weniger nachsichtig.

Montag, 4. Oktober 2010

Offene Briefe (XI)

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

ich weiss, Sie müssen reden an solchen Tagen, es ist Ihre Aufgabe, etwas zu sagen, etwas mit Bedeutung oder zumindest mit Wohlklang. Und sie verstehen das auch in guter bundesdeutscher Tradition so, dass es niemandem allzu sehr wehtun darf. Der Bundespräsident muss das Land einen.

Immerhin, Ihre Rede enthielt tatsächlich ein paar bedeutungsschwangere Sätze, z.B.
Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christliche-jüdische Tradition.
Ich sag's Ihnen indes ganz offen: ich habe weder eine christliche noch eine jüdische Tradition. Und ich betrachte beide auch nicht als deutsche solche. Was ist das denn für ein Satz? Und warum entblöden Sie sich auch nicht, gleich zweimal das Wort "zweifelsfrei" zu gebrauchen? Damit womöglich nicht noch einer auf dumme Gedanken kommt, gell? Die hellen Seiten Deutschlands, Herr Wulff, ich darf Ihnen das einmal deutlich machen, liegen im Geist der Aufklärung, mithin gerade in der Überwindung der Finsternis des vor allem christlich dominierten Mittelalters und seiner Nachwirkungen in Form jahrzehntelanger Religionskriege, sowie zweitens in deutscher Erfindungsgabe und Ingenieurskunst und Fleiss und Präzision. Dort liegen auch die grossen Traditionen, für die Deutschland in der Welt bekannt ist. Deswegen kauft man deutsche Autos. Ein dritter Punkt kommt noch hinzu: das Wahrnehmen seiner (der deutschen) zentralen Rolle in Europa und in der Europäischen Union, eine kurze, aber bedeutsame und verantwortungsvolle Tradition. Ich würde deshalb gern auf Ihr am Ende salbungsvoll dahingeheucheltes
Gott schütze Deutschland!
verzichten - ein für allemal! - nämlich zugunsten einer Besinnung auf oben genannte deutsche Stärken und Traditionen. Das wäre möglicherweise erfolgversprechender. - Und wenn schon schützen, wovor denn? Wenn nicht vor eigener Idiotie, Nachlässigkeit, Verantwortungslosigkeit, Gier, Verschwendung, Geltungssucht und Blindheit? Sie hätten das ruhig aussprechen können. Das ist eben auch so eine bundesdeutsche Tradition, Herr Wulff, mit dem Finger von sich weg zeigen. So weit ist es nun also, nach 20 Jahren deutscher Einheit: der höchste deutsche Amtsträger zeigt für alle mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit — nach oben!

Gott schütze Sie, Herr Wulff.

Freitag, 1. Oktober 2010

Sprüche (232)

Man gewinnt gelegentlich den Eindruck, einige Mütter liessen nur deshalb ihr Kind vor aller Augen fortwährend schreien und toben, um damit etwas wie Mitleid zu erregen.